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5 Strategien für zurückhaltende Menschen, authentische Präsenz zu zeigen

Warum es nicht notwendig ist, Extraversion vorzutäuschen


Grafik: Canva



Die Produktpräsentation geht zu Ende und eine euphorische Stimmung breitet sich aus. Schöne, stimmungsvolle Bilder haben wir gesehen. Neue Reiseziele werden unserem Programm erschlossen. Es steht noch nicht ganz fest, wie die Gästebetreuung vor Ort stattfinden wird. Doch es werden fröhlich schon Meinungen ausgetauscht. Alle haben was zu sagen, irgendwie.


Ich verarbeite noch und dafür ist es mir gerade zu unruhig. Vorerst möchte ich mich zu alldem, was ich gerade gehört habe, nicht äußern. Eine Nacht werde ich darüber schlafen, dann kann ich die Fragezeichen, die ich gerade in meinem Kopf habe, strukturiert klären.


„Was sagst Du denn dazu?“ ertönt es gerade in meiner Richtung. „Du bist so still.“


Einer DIESER Momente…Und anstatt weiter in Ruhe über das Gehörte nachzudenken, geht ein anderes Karussell in meinem Kopf los: Was genau meint der Kollege jetzt? Will er alle darauf aufmerksam machen, dass ich mich nicht beteilige? Er weiß doch, dass ich nicht gerne im Mittelpunkt stehe.


Es ist ruhig geworden und alle warten scheinbar gespannt auf meine Antwort.


Es war eine stimmungsvolle und sehr informative Präsentation-höre ich mich sagen. Die Begeisterung für das neue Reiseziel teile ich. Ich möchte eine Nacht über das Gehörte schlafen. Die mit so viel Mühe zusammengestellten Informationen möchte ich mit etwas Zeit für mich erfassen. Das ist es mir wert.


Stille. Absolute Stille. Das herausfordernde Grinsen hat das Gesicht meines Kollegen verlassen. Er ist sichtlich überfordert mit meiner Antwort.


Völlig unbeabsichtigt, doch aus gutem Grund, stehe ich gerade in dem mittigsten Mittelpunkt dieser Veranstaltung. Dafür habe ich nichts anderes getan, als so zu sein, wie ich bin und Werte zu vertreten: Respekt, Wertschätzung und Fairness.


Präsenz hat nicht nur mit Laut-Genug-Sein zu tun, oder etwas sagen, damit alle mitbekommen, dass ich da bin.


Meine 5 Tipps für eine ruhige und würdevolle Präsenz:



1. Den Augenblick wertschätzen und aufmerksam zuhören. Wenn ich da bin, bin ich von ganzem Herzen da, in aller Ruhe und konzentriert. Ich widme Zeit meines Lebens Menschen und Inhalten, die mir wichtig sind.


2. Autonomie bewahren: Ich bestimme wie viel Zeit ich benötige, um mich zu regenerieren, um nachzudenken, Klarheit zu gewinnen und mich anschließend zu äußern.


3. Ich achte auf mein Äußeres, als wichtiges Teil von mir. Wenn ich in den Spiegel schaue möchte ich Gefallen an der Ästhetik meines Bildes empfinden. Genauso achte auf meine Umgebung, auf Ästhetik, Struktur, Sauberkeit und genug Raum.


4. Ich lebe meine Werte, gehe respektvoll mit mir selbst und mit meinen Mitmenschen um. Selbst wenn das Thema mich nicht erreicht oder ich noch viele Fragen habe, wertschätze ich die Mühe dahinter.


5. Ich muss nicht mehr von jedem gemocht werden. Setze Grenzen und befreie Dich von dem Zwang der Anerkennung um jeden Preis. Belasse Probleme dort, wo sie hingehören und sage Nein zu dem, was Du in Deinem Leben nicht haben möchtest.



Entgegen dem, was wir in unserem Alltag erleben, ist es tatsächlich weder notwendig noch förderlich uns zu verbiegen, oder gar zu verstellen, um wahrgenommen und respektiert zu werden.



Unaufgeregte Menschen haben genug Qualitäten, um ihrer selbst willen wertgeschätzt zu werden. Wir denken, bevor wir sprechen und bringen Ruhe in jede Situation. Wir sind gute Zuhörer und empathische Seelen. Auch wenn uns jemand das Ohr abkaut, bleiben wir geduldig und helfen, da wo Hilfe benötigt wird. Bevor wir auf einen Zug aufspringen, bedenken wir die Strategie und die langfristigen Konsequenzen.


Wir haben verstanden, dass es absolut unmöglich ist perfekt zu sein oder uns selbst überholen zu können. Darum investieren wir unsere Zeit lieber gemütlich und genüsslich zu Hause, in der Natur, wir bilden uns weiter oder erschaffen schöne Dinge.


Die Welt braucht uns alle, im Gleichgewicht. Die Zeit, in der wir leben scheint genug von Hektik und Geschwindigkeit zu haben und lässt uns alle eine Zwangspause einnehmen. Wenn Yang dann Yin.


Grafik: Canva


Lasst mich bitte an Euren Strategien teilhaben und dazu lernen. Wie schafft ihr es, Euch im Alltag gegen Einflüsse, die nicht zu Euch passen, zu schützen?

Bleibe bei Dir!


Herzlichst


Corina


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