Das gelungene Business Foto Teil 2

Aktualisiert: März 1



Sich von einem fremden Menschen, der auch noch durch eine Kamera schaut, aufnehmen und somit „bewerten“ zu lassen bereitet ganz vielen von uns ein unbehagliches Gefühl. Einige von uns verspüren sowas wie Angst. Wir sind aufgeregt, befangen und unsicher.



Warum ist das so?


Vor einer Kamera zu stehen ist für Menschen, die keine Erfahrung auf diesem Gebiet haben, so ähnlich wie eine Prüfungssituation. Das Auge des Fotografen, das Auge der Kamera und später die Augen der Betrachter erzeugen eine Drucksituation. Ein Gedanken-Karussell setzt sich unnbewusst in Gang:


Sehe ich gut genug aus? Hoffentlich erwischt er meine Schokoladenseite! Auf Fotos sehe ich immer dicker aus, als in Wirklichkeit! Wie soll ich stehen? Was mache ich mit meinen Händen? Was ziehe ich an? Werden die Leute meine Bilder mögen? Ich kann nicht posen! Ich kann nicht schauspielern! Das ist so eine künstliche Situation für mich. Ich fühle mich nicht wohl…STOOOOOOOOOP!!!!!!!!!!!!



Reset!


Ein Fotoshooting, egal welcher Art, ist nichts anderes als, so zu sein, wie man tatsächlich ist und einen Moment davon einfach auf einem Bild festzuhalten. Sonst nichts!


Eine gute Vorbereitung darauf macht Sinn und im ersten Teil dieses Blogs haben wir uns mit der Vorbereitung der äußeren Faktoren befasst. Man kann aber enorm viel dafür tun, um auch innerlich entspannt das Shooting zu meistern.



Schritt 1. Stoppen Sie das Gedankenkarussell!


Es gibt keine komplett unfotogenen Menschen. Jeder ist in seiner ganz eigenen Art fotogen und Sie werden zudem mit einem Profi arbeiten. Der versteht es genau, das aus Sie rauszuholen, was Sie sich selbst nicht zutrauen. Hören Sie also auf,  Zeit darauf zu verschwenden, sich innerlich fertig zu machen.



Schritt 2. Machen Sie sich Ihre Einzigartigkeit bewusst!


Sie, sind ein Unikat! Ein wertvolles, kostbares, einzigartiges Wesen. Es gibt Sie in dieser Zusammensetzung von inneren und äußeren Eigenschaften kein zweites Mal in diesem Universum.


Spätestens jetzt sollte Ihnen bewusst werden, warum Vergleiche mit anderen völlig sinnlos sind.


Wenn Sie vor der Kamera stehen, hat diese Kamera die Ehre, einen kostbaren Moment Ihrer Einzigartigkeit festhalten zu können. Wie wäre es denn mit dieser Perspektive?


Fangen Sie an, sich aus diesem Blickwinkel zu betrachten und Wert zu schätzen. Den Wert eines Menschen bestimmt nicht seine Außenwelt. Wir kommen einzigartig auf die Welt. Das kann Ihnen niemand wegnehmen. Höchstens weg reden, was bei vielen von uns im Laufe unseres Lebens immer mal passieren kann. Menschlich, aber heilbar!



Schritt 3. Tun Sie sich Gutes!


Immer dann, wenn Sie in Ihrem Leben vor einer Herausforderung stehen, die Ihr Selbstwertgefühl in Anspruch nimmt, gilt es, genau dieses zu stärken. Indem Sie Dinge tun, die Ihnen ganz persönlich guttun.


Anstatt sich mit Zweifel zu beschäftigen, machen Sie sich bewusst, wie viele Dinge es in Ihrem Leben gibt, die Ihnen Freude machen, Entspannung und Wohlgefühl bringen. Fangen Sie beim Einfachsten an: Sie stehen morgens auf, machen das Fenster Ihres Schlafzimmers auf und schauen in den schönsten Sonnenaufgang. Nehmen Sie sich ein paar Sekunden Zeit, diese Schönheit und die Ruhe des beginnenden Tages in sich aufzunehmen!




Schauen Sie ihr verschlafenes Ich im Spiegel an und schenken Sie sich ein Lächeln. Der Mensch, den Sie da im Spiegel sehen, verdient es, mit einem Lächeln in den Tag zu starten.


Allgemein: Hören Sie die Musik, die Sie mögen. Machen Sie Sport und/oder Entspannungsübungen. Gönnen Sie sich einen SPA Tag mit Schwimmen und Sauna, einen Besuch bei der Kosmetikerin.


Zelebrieren Sie Ihre wohltuenden Rituale im Alltag. Zu Beispiel jeden Tag, bei der Körperpflege. Das sind kostbare Minuten, die nur Ihnen gehören.


Wenn Lesen Sie entspannt, dann nehmen Sie sich die Zeit, ein schönes Buch zu lesen. Machen Sie es sich gemütlich, zünden Sie sich eine Duftkerze an und schenken Sie sich Ihren Lieblingswein ein. Kochen Sie sich Ihren Lieblingstee oder was auch immer Ihre Präferenz ist. Hauptsache es bringt Sie in einen kuschligen Wohlfühl-Modus.


Den Alltag bewusst und regelmäßig auszuschalten und angenehme Zeit mit sich selbst zu verbringen weckt das Gefühl für den Selbst-Wert. Weil es die Konzentration wieder in die eigene Mitte zurückbringt, anstatt sie gleichzeitig, vielfach im Außen zu streuen.

Sie können keinen authentischen Ausdruck bewirken, wenn Sie nicht bei sich sind, sondern sich in allen Himmelsrichtungen und noch dazwischen strecken, um vielen Ansprüchen gerecht zu werden. Zwar sind Sie immer und in jeder Lebenssituation authentisch, aber eben nur ein bisschen und angepasst an die Situation.


Menschen, die in sich ruhen, wissen auch um Ihren Wert.



Schritt 4. Pflegen Sie Ihr Äußeres


Gepflegte Haut, gut liegende und gepflegte Haare schenken Ihrem Ausdruck den idealen Hintergrund. Nichts lenkt unnötig den Blick ab, der Betrachter kann vielmehr Ihre Ausstrahlung erfassen.


Um diesen Effekt im Fotoshooting genießen zu können, sollte die Haut lange Zeit im Voraus darauf vorbereitet werden. Gereinigt und mit ausreichender Feuchtigkeit sowie mit den richtigen Nährstoffen versorgt, wird die Haut am Tag des Shootings eine ruhige Leinwand bieten für die kleinen Anpassungen, die für die Kamera noch vorgenommen werden müssen. Sie und/oder Ihre Visagistin werden es einfacher haben, das Gesicht Foto-ready zu machen.


Gehen Sie vor dem Shooting zum Friseur. Lassen Sie sich verwöhnen und gut stylen. Das entspannt zusätzlich.


Sie werden mit einem anderen Selbstbewusstsein ins Shooting gehen!




5. Vertrauen Sie Ihrem Foto-Profi!


Er oder sie wissen, was sie tun. Wenn Sie im Vorfeld sorgfältig recherchiert haben, und Sie den für Sie richtigen Profi gewählt haben, weiß er Sie anzuleiten, sodass Sie richtig gehen und stehen und in die Kamera blicken, als hätten Sie nie etwas anderes getan.


Machen Sie den Kopf frei, hören Sie vor allen Dingen auf, sich selbst in dieser Situation bewerten zu wollen. Sie sehen sich nicht, der Profi schon. Gestatten Sie es, angeleitet zu werden. Gestatten Sie ihm oder ihr, für ein paar nötige Momente, die Kontrolle zu übernehmen.


Es kann Ihnen nichts passieren. Sie entscheiden anschließend, ob die richtigen Fotos dabei sind, oder noch geshootet werden müssen. Und vergessen Sie nicht: Am Ende sind wir selbst unsere schärfsten Kritiker. Darum hören Sie auch mal hin, wenn der Profi Ihnen Tipps zur Auswahl der am besten gelungenen Fotos gibt. Er/sie sieht Sie von außen und unvoreingenommen.

Bleiben Sie bei sich!


Herzlichst Ihre


Corina Stoian


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