Ich feiere die Unterschiede!


Wie würden unser Universum und unser Leben aussehen, wenn wir alle gleich wären? Wie würde es sich anfühlen in einer Welt zu leben, in der Vielfalt nicht erwünscht wäre…?



Uniform



Wenn man als Kind in Uniform aufwächst, wird diese unweigerlich zum Teil von einem selbst. Es ist erstaunlich, wie die Auflage einer Schuluniform sich auf das Denken und Fühlen junger Menschen auswirkt. Man fügt sich ein, weil jeder im gleichen Alter es auch tut. Sobald man die Uniform anzieht geht die Unbeschwertheit weg und man nimmt ein Verhalten an, das mit Respekt und absolut indiskutabler Disziplin zu tun hat.


Was man da genau respektiert und wofür man sich diszipliniert, wird nicht in Frage gestellt. Zu einem besonderen Anlass, kommt dann die Pionieruniform zum Tragen. Die macht stolz und wichtig. Ohne zu hinterfragen warum.


Was tatsächlich in unserem Fall im damals sozialistischen Rumänien bezweckt wurde: Junge Menschen sollten gefügig gemacht und einer streng vorgegeben Denkweise untergeordnet werden. Sie wurden gelehrt, Autorität nie anzuzweifeln.


Menschen geben das freie Denken auf, ohne zu hinterfragen.


So funktionieren bis heute Diktaturen. So funktioniert zum Teil auch unsere Gesellschaft. So können Gewalt und Unterdrückung stattfinden. Teilweise sogar ungestraft.



Den Unterschied wagen



Was bedeutet Schönheit für Sie? Was ist Freiheit? Wie definieren Sie Glück? Und wie fühlt sich Zufriedenheit für Sie an?


Ich wünschte, wir könnten hier zusammensitzen und alle Antworten gemeinsam lesen oder gar hören, die uns bei diesen Fragen durch die Köpfe und durch die Gefühle gingen. Wir würden feststellen, wie verschieden und individuell geprägt diese Antworten wären.


Wir würden darüber lachen. Wir würden diskutieren, auch kontrovers. Wir würden voneinander lernen. Es würde Austausch stattfinden von Ideen, Gedanken, Gefühlen, Energie. Daraus entstünde Neues, Interessantes, Wunderbares.


Auch wenn wir noch so verschieden wären, wir würden uns wohltuend verbunden fühlen. Aus dieser Verbundenheit heraus würden wir uns gegenseitig gut behandeln, fair, respektvoll, wertschätzend. Raum für Kreativität würde entstehen.


Ein Tagtraum?


Andere so anzunehmen, wie jeder nun mal ist, sich selbst eingeschlossen, aufhören, sich zu vergleichen und neidisch aufeinander zu sein: Für mich ist es eine realisierbare Vision, in deren Umsetzung ich gerne Energie investiere.


Jeder ist gut, so wie er ist #iamenough.



Frauen-Universum



Heute ist der Internationale Frauentag und ich werde regelrecht zugeschüttet mit Emails verschiedener Unternehmen, die mir zu diesem Anlass das Einkaufen günstiger anbieten wollen. Prima Sache!


Was mir persönlich Freude macht ist die Tatsache, dass wir heute Sonntag haben, ich zu Hause bin und eine interessante Senderreihe auf Phönix genießen kann. Es geht um Frauen überall auf der Welt. Besonders inspirierend finde ich den Teil über die Inselgruppe Palau, im Archipel der Karolinen. In dieser Gesellschaft wird die Frau hochgeschätzt und gefeiert. Frauen sind im Leben und im Todesfall, bei der Kindergeburt und -betreuung, sowie in allen anderen wichtigen Angelegenheiten füreinander und für ihre Gemeinschaften (Klans) da.


Sie sind stark, richtunggebend und sie treffen weise Entscheidungen.


„Wir gehören der Erde, nicht die Erde gehört uns“ lautet eine Denkweise auf Palau.

Was die Kamera einfängt sind Frauen, Männer und Kinder verschiedenen Alters und Statur. Das Leben ist einfach, aber nicht arm. Diese Menschen unterhalten sich über die Feierlichkeiten des Lebens, über die täglichen Aufgaben, die zu erfüllen sind und sie begleiten ihre Mitmenschen liebevoll auf ihrem letzten Weg.


Jeder darf so sein, wie er ist. Er wird geschätzt und angenommen. Ich sehe glückliche Gesichter. Ich sehe eine starke Gemeinschaft.


Das bringt mich gerade wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Konsumfreude ist nicht wirklich das, was uns Frauen erfüllt. Auch wenn es ganz nett ist, sich mal etwas Schönes zu gönnen.


Was macht uns stark, weise und gütig? Was erfüllt unsere Herzen nachhaltig und zaubert Fröhlichkeit auf unsere Gesichter? Wie gerne geben und teilen wir?


Fragen, die uns wieder zu uns selbst und zueinander führen, unabhängig von gesellschaftlichen, optischen oder spirituellen Unterschieden. Letzten Endes sind wir uns ganz tief in unseren Herzen ähnlich.



Viele, viele bunte Smarties




Grün und Blau und Lila und Gelb und Pink. So bunt, so verführerisch lecker. In manchen Dingen bin ich auch mit fast 53 Jahren noch ein Kind und wäre tieftraurig, wenn Smarties nur noch eine einzige Farbe hätten. Ich bilde mir ein, jede Farbe würde sogar unterschiedlich riechen und schmecken.


Unsere Welt ist nicht uniform und monochrom geschaffen worden. So sind wir Menschen ebenfalls vielfältig, bunt gemischt, mit einer Fülle von Denk- und Lebensweisen, Erfahrungen, Glauben, Gewohnheiten. Wir lernen voneinander und entwickeln uns. Wir schaffen neue Denkweisen und Gewohnheiten.


Passen wir gemeinsam darauf auf, dass wir unsere Welt nicht auf die Denkweisen einiger, weniger Populisten reduzieren und total langweilig und lebensunfreundlich machen?


Bleiben Sie bei sich!


Ihre

Corina Stoian

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